Diabetischer Fuß – Warum Vorsorge Leben retten kann
Was ist das diabetische Fußsyndrom?
Das diabetische Fußsyndrom (DFS) ist eine der schwerwiegendsten Komplikationen bei Diabetes mellitus. Durch Nervenschäden (Neuropathie) und Durchblutungsstörungen (Angiopathie) verlieren Betroffene das Schmerzempfinden an den Füßen.
Warum ist das gefährlich?
Ohne Schmerzempfinden bleiben Verletzungen oft unbemerkt:
- Kleine Wunden werden nicht wahrgenommen
- Druckstellen entwickeln sich zu offenen Geschwüren
- Infektionen breiten sich schnell aus
- Im schlimmsten Fall droht eine Amputation
Jährlich werden in Deutschland rund 50.000 Amputationen durchgeführt, die meisten bei Diabetikern.
Wie schützt Podologie?
Regelmäßige podologische Behandlung bei Diabetes umfasst:
- Sorgfältige Inspektion – jeden Termin mit Fußuntersuchung
- Atraumatische Nagelpflege – verletzungsfrei mit speziellen Instrumenten
- Hornhautbehandlung – Vermeidung von Druckstellen
- Wundprävention – frühzeitiges Erkennen von Risikobereichen
- Beratung – tägliche Fußpflege und passendes Schuhwerk
Kassenleistung bei Diabetes
Bei diagnostiziertem diabetischen Fußsyndrom (DFS) übernimmt die Krankenkasse die Kosten für podologische Behandlungen. Ihr Arzt stellt eine Heilmittelverordnung aus. Unsere Praxis ist kassenzugelassen und auf diabetische Fußpflege spezialisiert.
Tipps für den Alltag
- Füße täglich auf Veränderungen kontrollieren
- Lauwarmes Wasser zum Waschen (Temperatur testen!)
- Füße gut eincremen, aber nicht zwischen den Zehen
- Bequeme, gut sitzende Schuhe tragen
- Nie barfuß laufen
- Regelmäßige Termine beim Podologen wahrnehmen